wahre Gefühle, die hinter der Facette lauern

Ich hab grade Lust, einen Eintrag zu machen. Aber warum? Ich habe doch grade erst einen gemacht. Der beschäftigte sich nicht mit meinen Gefühlen… Aber wer will schon etwas über Gefühle wissen? Im Endeffekt verletzen sie nur. Mindestens einen. Wenn nicht sogar zwei, drei oder mehrere. Ich will hier alles rein schreiben, was mich beschäftigt. Und es dann auch veröffentlichen. Sonst weiß niemand wie es mir geht. Das weiß auch so niemand, weil ich nicht über das reden kann, was mich beschäftigt. Wegen der Gefühls-Sache… Seht ihr, so ist das. Ich wollte etwas Bewegendes schreiben, etwas, was die Leute trifft, die es treffen soll, aber anstelle davon, schreibe ich und schreibe ich die ganze zeit das gleiche. Und wenn ich dann eine Idee habe, wie ich etwas ausdrücken kann, ziehe ich es ins lächerliche und es wird nicht so aufgefasst, wie es aufgefasst werden soll. Nun würde ich gerne anfangen, das aufzuschreiben, was mich beschäftigt, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll… in letzter zeit habe ich eh das Gefühl, dass fast alles so läuft, wie man es sich nicht wünscht. Und damit meine ich wirklich fast alles… Das ist sehr deprimierend. Wenn ich zum Beispiel mal reden möchte, und damit meine ich wirklich reden und nicht labern, dann wird auf einmal abrupt das Thema gewechselt. Mein Herz ist dann halb ausgeschüttet und doch irgendwie schwerer, weil ich das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden. Das war es, warum ich mich ritzte, anfing zu rauchen und diese Geschichten. Ist es wirklich so schwer zu verstehen? Ich brauche Zuwendung, und wenn ich sie bekomme, ist es mir zu viel. Dann sind die Leute so aufdringlich. Gespielt besorgt. Das kotzt mich an. Genauso wie es mich ankotzt, wenn man mich bescheuert anguckt. Oder gar nicht mehr anguckt, nur weil ich so viele Fehler gemacht hab. Verdammt ich weiß es.

Kann mir irgendwer sagen, ob man auf sein Herz oder den Verstand hören sollte? Irgendwer da draußen, in der weiten Welt…

Wisst ihr was mich noch verwirrt? Dass Leute, die man erst ganz kurz kennt, einen besser kennen können, als man sich selber kennt, beziehungsweise kennen möchte. Wenn ich also so tue, als wäre ich traurig, merken manche Leute, dass ich nur so tue, weil andere Personen von mir erwarten, dass ich traurig bin. Und wenn einem dann gesagt wird, dass man gefälligst glücklich sein soll, und genau weiß, dass das richtig ist, ist es hart. Ich würde jetzt gerne mit diesem text aufhören, aber ich kann nicht. Es ist wie eine Medizin. Seinen kopf mal leer machen, die Gedanken vertreiben, zu hoffen, dass sie auf dem Papier bleiben, nicht wieder zurückkommen. Es werden immer mehr. Irgendwann macht man sich schon darüber Gedanken, warum man sich über seine Gedanken Gedanken macht. Und dann ist es zu spät. Dann steckt man drin, im Teufelskreis. Der Kreis der Gedanken. Das klingt so positiv, aber ich glaube es ist negativ. Nicht schön.

Nun höre ich auf. Ich habe den Faden verloren. Und dann macht es keinen Sinn, weiter zu schreiben. Ein andern mal wieder. Vielleicht…

 

(19.April 2007; 20:57)

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